Wir haben ein dickes Problem...

Der Titel verrät es und auch sonst ist es in allen Medien: Die Deutschen sind dick - und werden immer dicker. Mittlerweile ist über die Hälfte aller Deutschen übergewichtig. Knapp 25 % der Bevölkerung sogar krankhaft. Der Trend setzt sich immer weiter fort und beginnt leider auch schon immer früher. Davon betroffen sind ca. 15 % aller Kinder und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren. Sie leiden an Übergewicht und den daraus resultierenden Folgen. Das frühe Stadium in welchem Kinder schon zur Fettleibigkeit neigen hat sich im Laufe der Jahre immer weiter verschlimmert - Tendenz steigend. 

Das Gefährliche an Adipositas (krankhaftes Übergewicht ab BMI > 30) ist insbesondere das Auftreten schwerer Nebenerkrankungen. Diese Erkrankungen sind zum einen psychischer Natur wie Depressionen (bei Jugendlichen vor allem durch Ausgrenzung und Mobbing), aber auch rein physiologische Probleme können auftreten. Die häufigste Nebenerkrankung zum Übergewicht stellt die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus Typ II dar. Laut Angaben der WHO lassen sich 44 % aller Diabetes Typ II Erkrankungen auf die Vorerkrankung Adipositas zurückführen. Zusätzlich wird ein enormer Anteil der Krebserkrankungen weltweit auf das Konto von Übergewicht gebucht. Weitere Begleiterkrankungen sind bei Adipositas vor allem Herz-Kreislauf Erkrankungen, welche in Deutschland die Todesursache Nr. 1 darstellen. Hierzu gehören Arterienverkalkungen - sogenannte Arteriosklerose - sowie Herzinfarkte und folgende Schlaganfälle, welche ebenfalls zum Tode führen können. Auch Bluthochdruck ist schon in frühesten Jahren der stete Begleiter von Übergewichtigen. Weiterhin leiden vor allem die Gelenke, die inneren Organe und das Hormonsystem sehr stark unter den Bedingungen des Übergewichts und können irreversibel beschädigt werden. 

In der Medizin gibt es unterschiedliche Ansätze adipöse Menschen zu behandeln. Diese sind jedoch mit teuren und riskanten Eingriffen verbunden. Die beste Behandlung gegen Übergewicht ist immer noch Prävention. Diese Prävention muss schon früh ansetzen. Wenn das Umfeld wie die Freunde und Familie dazu beitragen, dass sich das Kind für Gesundheit, Sport und Ernährung zu interessieren beginnt, besteht definitiv ein geringeres Risiko später an den westlichen Überflusserkrankungen zu leiden. Eine Ernährungsberatung kann bei vielen Menschen Wunder wirken. Sie hilft vor allem sich im Dschungel der Ernährungsmythen zurecht zu finden und gibt einen konkreten Weg vor, der den Klienten näher zum Erfolg führt. Auch der Einstieg in den Sport ist überaus wichtig. Die äußere Silhouette sagt nämlich gar nicht so viel über den Gesundheitszustand aus wie oft vermutet wird. Viele dickere Menschen die Sport treiben können rein physiologisch gesünder sein als schlanke unsportliche Menschen. Gründe hierfür sind anatomische und physiologische Anpassungsvorgänge im Körper. Wichtig ist, dass die betroffenen Personen bei der Einführung in die gesunde Ernährung und Bewegung an die Hand genommen werden. Der Einstieg ist nicht für jeden leicht. Gewohnheiten wie die Essen und Bewegung können seit Jahrzehnten bestehen und um diese zu ändern bedarf es oft mehr als nur den eigenen guten Willen. Personal Trainer sind hier das Mittel der Wahl um die Person mit dem vorhandenen know-how an ihr Ziel zu bringen. Somit kann vor allem Faulheit und Resignation vorgebeugt werden, die zwei häufigsten Killer der Motivation.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass sich keiner von euch von äußeren Faktoren unterkriegen lassen sollte und stets an sich arbeiten muss, um das Beste aus sich heraus zu holen. Ob im Bezug auf Ernährung oder Fitness - all unsere Ziele sind lediglich von uns selbst begrenzt. Wir setzen uns in unserem Kopf Hindernisse, die wir uns immer größer reden. Doch wenn wir uns das klar machen wird uns bewusst, dass wir unsere Ziele nicht nur visualisieren können, sondern auch dass wir sie verdienen und erreichen können. 

 

 

Quellenverzeichnis

  1. https://www.ifb-adipositas.de/adipositas/entwicklungen
  2. http://www.kiggs-studie.de/deutsch/studie.html

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