Nahrungsergänzungsmittel - Genug ist genug!

Nahrungsergänzungsmittel wie Multivitamin-Präparate gehören für die meisten Menschen zur alltäglichen Ernährung[1]. Ob aus Prävention oder Angst vor einem tatsächlichen Nährstoffmangel – diese Präparate gehören einfach zu einer gesunden Ernährung dazu. Oder etwa doch nicht?

 

Viel hilft viel?

Seit einiger Zeit sind Nahrungsergänzungsmittel stark in die Kritik gerutscht. Immer häufiger berichten Forscherteams aus aller Welt, dass die potentiell positiven Wirkungen der Supplemente keine signifikanten gesundheitsfördernden Effekte auf unseren Körper haben. Ganz im Gegenteil. Zahlreiche Studien belegen sogar die negativen Einflüsse einer großen Zahl an Präparaten. Auch große deutsche Nachrichtenplattformen berichten immer häufiger über diese Phänomene, um die Bevölkerung für das Thema Ernährung zu sensibilisieren [2]. Doch der Umsatz an Nahrungsergänzungsmittel nimmt dennoch weiter zu. Was ist nun also zu beachten?

 

Eine unbequeme Wahrheit

Lungenkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegsinfektionen. Dieser kleine Teil an lebensbedrohlichen Erkrankungen wird häufig in einem Atemzug mit Vitaminpräparaten genannt. Doch immer häufiger auch als Ursache und nicht als Therapieansatz. Es hat sich in zahlreichen Studien weltweit gezeigt, dass Multivitaminkomplexe die zusätzlich zur täglichen Nahrung eingenommen werden die Gesamtsterblichkeit negativ beeinträchtigen könnten. Insbesondere Vitamin A, Vitamin E und ß-Carotine stehen hierbei im Fokus. Doch auch B-Vitamine welche ein wichtiger Bestandteil der Gesundheit darstellen sind nicht durchweg als positiv zu bewerten. Im Rahmen einer neuen Publikation konnte gezeigt werden, dass eine erhöhte Einnahme von Vitamin B6 und B12 eine signifikante Steigerung des Lungenkrebsrisikos nach sich zog. Zu betonen bleibt jedoch, dass die Dosis hier das Gift macht. Studien wie diese zeigen deutlich die negativen Folgen für die Gesundheit, wenn die Präparate ohne jegliche Nährstoffdefizite konsumiert werden. [3]

 

Der Tod in Pillenform

Potenzielle negative Einflüsse von Nahrungsergänzungsmitteln auf die Sterblichkeitsrate zeigte die „Iowa Women‘s Health Study“ aus dem Jahr 1986. Knapp 40.000 Frauen mit dem Durchschnittsalter von 61 Jahren wurden auf Zusammenhänge zwischen ihrem Lebensstil und Krebsfällen untersucht. Es stellte sich heraus, dass die Einnahme von zusätzlichen Multivitaminpräparaten, Vitamin B6, Folsäure, Eisen, Magnesium und Zink möglicherweise mit einer erhöhten Sterberate verbunden war. Der Effekt war allerdings bei allen Präparaten gering und mit Vorsicht zu genießen. Lediglich Kupfersupplemente erhöhten die Sterberate um bis zu 18 %. Calcium zeigte eine umgekehrte Korrelation (-3,8 %).  Was in dem Zusammenhang ebenfalls genannt werden muss ist, dass die Frauen mit Nahrungsergänzungsmitteln einen im Durchschnitt gesünderen Lebensstil pflegten und als gebildeter angegeben wurden. Ein Nachteil der Studie ist, dass nur weiße, ältere Frauen untersucht wurden, welche möglicherweise wirklich Mängel hatten und somit anders auf die Präparate anschlugen. Weitere Kontrollgruppen wären in diesem Rahmen wichtig gewesen. [4]

 

In einer Meta-Analyse aus dem Jahr 2005 wurden 19 Studien mit insgesamt über 130000 Probanden auf die Auswirkung von Vitamin E Supplementierung auf die Gesamtsterblichkeit untersucht. Die Studien waren gut durchdacht und enthielten in den meisten Fällen Kontrollgruppen, sowie unterschiedliche Konzentrationen des Präparats. Es zeigte sich, dass bei Vitamin E Gabe über Konzentrationen von 150 IU die Sterberate anstieg. In-vitro Studien zeigten bereits, dass Vitamin E trotz seiner antioxidativen Natur auch oxidations-fördernde Eigenschaften besitzt und z.B. für die Oxidation von LDL verantwortlich sein kann, was weiterhin eine Rolle bei Atherosklerose spielen kann. Auch wurde vermutet, dass die erhöhte Gabe an Antioxidantien wie z.B. Vitamin E dazu führen kann, dass andere fettlösliche Antioxidantien ersetzt werden könnten und somit das antioxidative Systems aus dem Gleichgewicht kommt. Die „ATBC Cancer Prevention Studie“ machte deutlich, dass eine erhöhte Gabe des Vitamins zu einer Erhöhung der Schlaganfälle führte. Die Autoren der Untersuchung raten, dass Nahrungsergänzungsmittel ohne dringenden Nährstoffmangel nicht einfach so verwendet werden sollten. [5]

 

Eine weitere Meta-Analyse aus dem Jahr 2012 kam ebenfalls zu dem Schluss, dass „Multivitamin bzw. Multimineral Supplemente keinen positiven Effekt auf das Sterberisiko zeigen“ und die Verwendung dieser ohne eindeutigen Mangel kaum vorteilhaft sei. [6]

Eine 2013 veröffentlichte Studie fand sogar deutlich negative Auswirkungen auf die Gesamtsterblichkeit bei der Supplementation von ß-Carotin, Vitamin E und Vitamin A. Hier wurden die Daten von knapp 300000 Probanden aus 78 klinischen Untersuchungen analysiert. [7]

 

Auch in den “Dietary Guidelines for Americans and the National Institutes of Health” ist die Empfehlung der Wissenschaftler eindeutig: “there is no evidence to support the use of multivitamin or mineral supplements.”

Einfluss von Nahrungsergänzungsmittel auf Krebserkrankungen

In den letzten 20 Jahren wurden zahlreiche Studien durchgeführt um zu überprüfen, ob die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel einen Einfluss auf Krebserkrankungsraten hat. In der „Iowa Women’s Health Study“ konnten keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden, was unter anderem auch auf das Studiendesign zurückzuführen ist [8]. Doch auch weitere Untersuchungen anderer Forscherteams konnten keinen Einfluss der Präparate auf das Auftreten von Karzinomen feststellen. [9][10][11] Häufig waren Raucher die einzige Personengruppe, in der eine Reduktion der Krebsrate festgestellt wurde. [12][13]

Aus einem umfangreichen Bericht aus dem Jahr 2006 geht hervor, dass das Krebsrisiko durch unterschiedliche Multivitaminkombinationen nicht beeinflusst werden konnte. Untersucht wurden 5 groß angelegte Studien mit insgesamt knapp 50000 Probanden. Drei der Studien wurden in den USA durchgeführt, eine in Frankreich und eine weitere in China. Eine Kombination aus Vitamin C, Vitamin E, ß-Carotin, Selen, Zink konnte allerdings in einer männlichen Patientengruppe mit schlechtem Nährwertstatus und ungesundem Lebensstil eine Reduktion der Krebsrate hervorrufen. Die Gesamtsterblichkeit wurde in den Studien dagegen überhaupt nicht, bzw. leicht negativ beeinflusst.[14]

 

Während die meisten Forschungsergebnisse darauf hindeuten, dass eine Supplementation für Raucher sinnvoll sein könnte, zeigen andere umfangreiche Studien das Gegenteil. ß-Carotin in Multivitaminpräparaten wurde hier mit einer signifikanten Steigerung des Lungenkrebsrisikos in Zusammenhang gebracht. Insbesondere in Präparaten, welche eine Verbesserung der Sehleistung versprechen befinden sich höhere Konzentrationen von ß-Carotin. [15]

 

Doch nicht nur ß-Carotin, sondern auch hohe Vitamin E Gaben werden mit gesundheitsschädlichen Effekten verbunden. Hohe Konzentrationen an Vitamin E führten zu einer deutlichen Steigerung des Prostata-Krebs Risikos um 17 %. [16] Ebenso wurden in der sogenannten „REACT-Studie“ mehr Todesfälle in der Interventionsgruppe mit Supplementen festgestellt, als in der Kontrollgruppe ohne Nahrungsergänzungsmittel. Dieser Effekt war jedoch gering genug, um statistisch nicht signifikant zu sein. [17]

Was die meisten klinischen Studien gemein haben, ist die starke Heterogenität der untersuchten Gruppen. Manch einer ist Raucher, manch einer hat aufgehört. Einige leben gesund, andere nicht. Fest steht, dass zumindest für manche Personengruppen leichte positive, jedoch auch gelegentlich stark negative Effekte auftreten können. Im Großen und Ganzen kann allerdings gesagt werden, dass sich die Autoren darüber einig sind, dass die Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln zur Reduktion des Krebsrisikos sinnlos ist, solange kein aktiver Mangel an Nährstoffen vorliegt. 

Die Todesursache Nummer 1

Während viele alternde Menschen immernoch Krebserkrankungen als schlimmsten Unheil ansehen, wurden diese längst von den Herzkreislauferkrankungen als Top-Killer der Nation abgelöst. Herzinfarkt, Schlaganfall, Atherosklerose und viele mehr, haben sich an die Spitze der tödlichen Krankheiten in den westlichen Ländern gekämpft. Einige Laboruntersuchungen und Tiermodelle haben bereits Hinweise auf die heilende Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln gegeben. 

Generell lassen sich zumindest bei zwei Präparaten eine eindeutige Reduktion der Herzkreislauf Erkrankungen feststellen: Supplementation mit Ω-3-Fettsäuren und Folsäure führten zur signifikanten Reduktion der Krankheitsfälle. Die Ω-3-Fettsäuren DHA und EPA, welche in nennenswerten Konzentrationen nur in fettem Seefisch vorkommen, haben entzündungshemmende Wirkungen und stärken das Immunsystem. Eine Einnahme der Präparate verminderte die Anzahl der Schlaganfälle, Herzinfarkte, Herztode, sowie der Gesamtmortalität. Zu erwähnen bleibt auch, dass nur diese zwei Fettsäuren ernsthafte positive Wirkungen zeigten und nicht z.B. α-Linolensäure. [18]

 

Folsäure konnte ebenfalls in mehreren Studien als positiv bewertet werden, da es nachweislich zur Senkung des Homocysteinspiegels im Blut beiträgt. Die Schlaganfallrate konnte deutlich verringert werden und das Homocysteinlevel wurde gesenkt, welches als effizienter Biomarker für Herzkreislauf Erkrankungen verwendet wird. [19][20] Unterschiede wurden allerdings festgestellt bezüglich der Anfangskonzentration im Homocysteinlevel. Wenn dieses sehr hoch war, bewirkte die Supplementierung von Folsäure eine Erhöhung des Risikos für Herzkreislauferkrankungen. [21] Welche Mechanismen genau für die Einflüsse von Folsäure auf die Herzkreislauf Gesundheit einwirken muss noch in weiteren Untersuchungen geklärt werden.

 

Für alle weiteren Supplemente war die Meinung wieder eindeutig: es gibt minimale positive bis leicht negative Auswirkungen durch Nahrungsergänzungsmittel wie ß-Carotin, B-Vitaminen und generellen Multivitaminpräparaten. [22][23][24][25]

 

Wo sind sie überhaupt hilfreich?

Natürlich haben Vitamin- und Mineralstoffpräparate in einigen Fällen auch ihre Daseinsberechtigung. Insbesondere bei älteren Personen, welche häufig Nährstoffmängel aufweisen, konnte Multivitaminsupplemente die Blutwerte deutlich verbessern. Eine verbesserte Resistenz gegen Infektionen konnte in der knapp 30 Jahre alten Studie allerdings nicht festgestellt werden, während dies jedoch das eigentliche Ziel war. [26]

 

Auch in neueren Studien aus den Jahren 2002 und 2003 wurde der Einfluss von Multivitaminen und Mineralstoffergänzungen auf die Infektionsrate untersucht. Die Blutparameter verbesserten sich einheitlich, während die Immunität der Probanden keinerlei Verbesserungen erzielte. [27] Lediglich in übergewichtigen Patienten mit Typ-2-Diabetes und häufiger Mangelernährung wurde eine Steigerung der Infektionsresistenz beobachtet. [28]

 

Nicht nur bei den herkömmlichen Erkrankungen oder Infektionen waren viele Supplemente nutzlos. Weder in Bezug auf die Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten, noch auf die Vermeidung vorzeitiger Geburten konnten Studien mit Hilfe von Multivitaminpräparaten positive Effekte erzielen. 

Fazit

Mir ist es wichtig deutlich zu sagen, dass die vorgestellten Studien keinesfalls einen vollständigen Überblick über die aktuelle Studienlage gibt. Jedoch zeigt sie einen ziemlich eindeutigen Querschnitt durch das Feld der Nahrungsmittel Industrie. Viele teure Ergänzungsmittel sind weder hilfreich, noch wünschenswert. In wenigen Fällen sind die positiven Auswirkungen wirklich signifikant. Es ist jedoch klar, dass bei eindeutigen Mängeln zu Einzelpräparaten gegriffen werden sollte, um die negativen Folgen eines massiven Nährstoffdefizits auszugleichen. Im Hinblick auf den Großteil der Studien lässt sich auch noch sagen, dass es einen Unterschied macht, ob junge, gesunde Menschen aus westlichen Nationen untersucht werden, oder ältere, sowie Personen aus Entwicklungsländern. Es macht einen enormen Unterschied auf das Ergebnis der Studie, wenn die Bevölkerungsgruppe klare Nährstoffdefizite aufweist, oder wie unsere westlichen Gesellschaften im Überfluss an Nährstoffen lebt. 

Abschließend möchte ich meine Sichtweise zum Thema widergeben, indem ich den Autor des Vorworts des „Annals of Internal Medicine“ aus dem Jahr 2013 zitiere: „(…) we belive that the case is closed – supplementing the diet of well-nourished adults with (most) mineral or vitamin supplements has no clear benefit and might even be harmful. These vitamins should not be used for chronic disease prevention. Enough is enough.” [29]

 

Literaturverzeichnis

[1] Brombach, Christine, et al. "Die Nationale Verzehrsstudie II." Ernährungs-Umschau 53.1 (2006): 4-9.

[2] http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/lungenkrebs-risiko-hochdosierte-b-vitamine-koennen-schaden-a-1163937.html

[3] Brasky, Theodore M., Emily White, and Chi-Ling Chen. "Long-Term, Supplemental, One-Carbon Metabolism–Related Vitamin B Use in Relation to Lung Cancer Risk in the Vitamins and Lifestyle (VITAL) Cohort." Journal of Clinical Oncology (2017): JCO-2017

[4] Mursu, Jaakko, et al. "Dietary supplements and mortality rate in older women: the Iowa Women's Health Study." Archives of internal medicine 171.18 (2011): 1625-1633

[5] Miller, Edgar R., et al. "Meta-analysis: high-dosage vitamin E supplementation may increase all-cause mortality." Annals of internal medicine 142.1 (2005): 37-46.

[6] Macpherson, Helen, Andrew Pipingas, and Matthew P. Pase. "Multivitamin-multimineral supplementation and mortality: a meta-analysis of randomized controlled trials–." The American journal of clinical nutrition 97.2 (2012): 437-444.

[7[ Bjelakovic, Goran, Dimitrinka Nikolova, and Christian Gluud. "Antioxidant supplements to prevent mortality." Jama 310.11 (2013): 1178-1179.

[8] Lee, I-Min, et al. "β-Carotene supplementation and incidence of cancer and cardiovascular disease: the Women's Health Study." Journal of the National Cancer Institute 91.24 (1999): 2102-2106.

[9] Jacobs, Eric J., et al. "Vitamin C, vitamin E, and multivitamin supplement use and stomach cancer mortality in the Cancer Prevention Study II cohort." Cancer Epidemiology and Prevention Biomarkers 11.1 (2002): 35-41

[10] Lee, I-Min, et al. "Vitamin E in the primary prevention of cardiovascular disease and cancer: the Women’s Health Study: a randomized controlled trial." Jama 294.1 (2005): 56-65.

[11] Lin, Jennifer, et al. "Vitamins C and E and beta carotene supplementation and cancer risk: a randomized controlled trial." Journal of the National Cancer Institute 101.1 (2009): 14-23.

[12] Kirsh, Victoria A., et al. "Supplemental and dietary vitamin E, β-carotene, and vitamin C intakes and prostate cancer risk." Journal of the National Cancer Institute 98.4 (2006): 245-254.

[13] Stratton, Julie, and Marshall Godwin. "The effect of supplemental vitamins and minerals on the development of prostate cancer: a systematic review and meta-analysis." Family practice 28.3 (2011): 243-252.

[14] Huang, Han-Yao, et al. "The efficacy and safety of multivitamin and mineral supplement use to prevent cancer and chronic disease in adults: a systematic review for a National Institutes of Health state-of-the-science conference." Annals of internal medicine 145.5 (2006): 372-385

[15] Tanvetyanon, Tawee, and Gerold Bepler. "Beta‐carotene in multivitamins and the possible risk of lung cancer among smokers versus former smokers." Cancer 113.1 (2008): 150-157

[16} Klein, Eric A., et al. "Vitamin E and the risk of prostate cancer: the Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial (SELECT)." Jama 306.14 (2011): 1549-1556

[17] Fortmann, Stephen P., et al. "Vitamin and mineral supplements in the primary prevention of cardiovascular disease and cancer: an updated systematic evidence review for the US Preventive Services Task Force." Annals of internal medicine 159.12 (2013): 824-834

[18] Wang, Chenchen, et al. "n− 3 Fatty acids from fish or fish-oil supplements, but not α-linolenic acid, benefit cardiovascular disease outcomes in primary-and secondary-prevention studies: a systematic review–." The American journal of clinical nutrition84.1 (2006): 5-17

[19] Wang, Xiaobin, et al. "Efficacy of folic acid supplementation in stroke prevention: a meta-analysis." The Lancet 369.9576 (2007): 1876-1882

[20] Huo, Yong, et al. "Efficacy of folic acid supplementation in stroke prevention: new insight from a meta‐analysis." International journal of clinical practice 66.6 (2012): 544-551.

[21] Miller III, Edgar R., et al. "Meta-analysis of folic acid supplementation trials on risk of cardiovascular disease and risk interaction with baseline homocysteine levels." The American journal of cardiology 106.4 (2010): 517-527

[22] Hennekens, Charles H., et al. "Lack of effect of long-term supplementation with beta carotene on the incidence of malignant neoplasms and cardiovascular disease." New England Journal of Medicine 334.18 (1996): 1145-1149

[23] Lee, I-Min, et al. "β-Carotene supplementation and incidence of cancer and cardiovascular disease: the Women's Health Study." Journal of the National Cancer Institute 91.24 (1999): 2102-2106

[24] Huang, Han-Yao, et al. "Multivitamin/mineral supplements and prevention of chronic disease." Evid Rep Technol Assess (Full Rep) 139 (2006): 1-117.

[25] VITATOPS Trial Study Group. "B vitamins in patients with recent transient ischaemic attack or stroke in the VITAmins TO Prevent Stroke (VITATOPS) trial: a randomised, double-blind, parallel, placebo-controlled trial." The Lancet Neurology 9.9 (2010): 855-865.

[26] Chavance, Michel, et al. "Does multivitamin supplementation prevent infections in healthy elderly subjects? A controlled trial." International journal for vitamin and nutrition research 63 (1993): 11-11.

[27] Graat, Judith M., Evert G. Schouten, and Frans J. Kok. "Effect of daily vitamin E and multivitamin-mineral supplementation on acute respiratory tract infections in elderly persons: a randomized controlled trial." Jama 288.6 (2002): 715-721.

[28] Barringer, Thomas A., et al. "Effect of a multivitamin and mineral supplement on infection and quality of life: A randomized, double-blind, placebo-controlled trial." Annals of internal medicine 138.5 (2003): 365-371

 

[29] Guallar, Eliseo, et al. "Enough is enough: stop wasting money on vitamin and mineral supplements." Annals of internal medicine159.12 (2013): 850-851.

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