Glyx-Diät

 

Hinter dem Begriff GLYX versteckt sich der weitverbreitete sogenannte Glykämische Index. Der Glykämische Index (GI) ist ein Maß dafür, wie schnell die verdauten Kohlenhydrate in Form des Einfachzuckerns Glucose aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden und somit zum Anstieg des Insulinspiegels beitragen. Der GI ist darauf ausgelegt, wie stark der Blutzuckerspiegel an- und absteigt, wenn 50 g eines Lebensmittels verzehrt werden. Das zu vergleichende Standardlebensmittel ist meist 50 g Traubenzucker (GI = 100) oder 50 g Weißbrot (GI = 70).

 

Dem aufmerksamen Leser müsste nun auffallen, dass der Konsum von 50 g purem Traubenzucker nahezu undenkbar ist. Auch die Wissenschaft verstand daraufhin, dass die Menge des aufgenommen Lebensmittels einen erheblichen Beitrag zur Blutzuckerkurve leistet. Daraufhin wurde die Glykämische Last (GL) eingeführt, welche sowohl den GI, als auch die verwertbare Menge des Lebensmittels berücksichtigt. [1]

 

Ein Beispiel: Der GI von Weißbrot wurde auf 70 festgelegt. Beim Verzehr von 100 g Weißbrot nimmt man 46 g KH auf. Nach der Rechnung 70 x 46 (GI x Anzahl der KH) geteilt durch 100 ergibt sich also eine Glykämische Last von 32. Im Vergleich liefern 6  g Traubenzucker 6 g Kohlenhydrate und somit eine GL von 6 (100 x 6 / 100).

 

Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von Weißbrot mehr ansteigen wird als bei Traubenzucker, da in der Regel deutlich höhere Mengen davon konsumiert werden.

 

Doch was sagt uns der GI bzw. GL und der Insulinspiegel in Bezug auf unsere Ernährungsgewohnheiten? Generell kann sowohl GI als auch GL keine namenhafte Auskunft darüber geben, wie sich unser Blutzuckerspiegel verhält. Da wir die Lebensmittel meist nicht isoliert verzehren und auch individuelle Faktoren dazu spielen, sollte nicht allzu große Rücksicht auf den Glykämischen Index/Last genommen werden. Sie sollen lediglich als Orientierungshilfe dienen. Da jedoch Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte meist sowieso einen niedrigen GI haben und Süßigkeiten eher einen hohen GI, kann man hier definitiv nur richtig liegen, Wenn man die Glyx-Diät anwendet. 

 

[1] Anonym: Glykämischer Index und glykämische Last – ein für die Ernährungspraxis des Gesunden relevantes Konzept? Ernährungsumschau 51:128-130, 2004

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